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Angebote für Patienten und Angehörige

Beratung in sozialen Fragen

Wir bieten unseren Patienten und deren Angehörigen eine Beratung bei einer Fachkraft zu sozialen Fragen im Rahmen einer dementiellen Erkrankung an. Hier finden Sie Rat und Unterstützung z. B. in Bezug auf folgende Punkte:

  • Vollmachten, Betreuungsvollmacht
  • Beantragung von Leistungen, Kranken– und Pflegeversicherung
  • Unterstützungsangebote
  • Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige

Ansprechpartner

Sabine Schwarz
Sozialmediatorin, Leiterin Arbeitsgruppe Angehörigenschulung

+49 (0) 381 / 494 9481

Angehörigenschulung

Hintergrund und Ziele

Aufgrund des demographischen Wandels und dem damit verbundenen Anstieg des Durchschnittsalters, nimmt im ländlich geprägten Flächenland Mecklenburg-Vorpommern die Zahl der demenzkranken Menschen rasant zu. Kennzeichnend für unser Bundesland ist eine abnehmende ärztliche und bereits zu geringe fachärztliche Versorgung. Mit der Gründung des Landesverbandes M-V der Deutschen Alzheimer Gesellschaft im Jahr 2008 und der Einrichtung des Standortes Rostock/Greifswald des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) im Jahr 2009 setze man sich das Ziel, eine Versorgungsstruktur für Menschen mit Demenz und ihre Angehörige aufzubauen und Entlastungsmöglichkeiten zu schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen und Kompetenzen zu bündeln, kooperieren die Deutsche Alzheimer Gesellschaft Landesverband M-V und das DZNE Rostock/Greifswald seit 2011 miteinander.  

Im Rahmen dieser Kooperation entwickelten die Partner gemeinsam eine Schulungsreihe für Angehörige mit dem Titel „Leben mit Demenz“. Durch die Vermittlung von Hintergrundwissen über die Erkrankung und das Aufzeigen von Möglichkeiten im täglichen Umgang sollen positive Effekte in der Betreuung erzielt und somit dazu beigetragen werden, dass dementiell erkrankte Menschen länger in der Häuslichkeit bleiben können.

Übersicht

Eine Demenzerkrankung ist ein gravierender Einschnitt in das bis dahin gewohnte Leben. Das gilt natürlich für die Erkrankten selbst, aber auch für die Angehörigen und Partner im nahen Lebensumfeld. Diese sehen sich plötzlich neuen und einschneidenden Herausforderungen gegenüber. Die Schulungsreihe „Leben mit Demenz“ vermittelt Informationen zum Krankheitsbild Demenz, bietet Anleitungen zum Umgang mit dem Erkrankten, beantwortet  rechtliche und finanzielle Fragen sowie berät zu ortspezifische Entlastungsmöglichkeiten. Darüber hinaus spielt der Austausch der Schulungsteilnehmer untereinander über persönliche Erfahrungen, Erlebnisse und Probleme eine wichtige Rolle. Auf diese Weise erhalten die Angehörigen nicht nur neues und hilfreiches Wissen, sondern erfahren über mehrere Wochen, dass sie nicht die allein mit ihren Problemen und Sorgen sind.

Das DZNE Rostock/Greisfwald untersucht im Rahmen wissenschaftlicher Begleitforschung die Durchführbarkeit, Akzeptanz und Wirksamkeit dieses Schulungsangebotes. Dazu werden standardisierte Fragebögen zu Beginn und am Ende der Schulungsreihe ausgeben und teilstrukturierte Interviews geführt.

Ablauf der Studie

Das Schulungsprogramm ist in acht aufeinander aufbauende Module gegliedert, wobei ein Modul den Inhalt von zwei Zeitstunden umfasst. Gewöhnlich findet die Schulung acht Mal im wöchentlichen Rhythmus statt.

Durch gezielte Information und Beratung soll eine Verbesserung der Versorgungssituation von Menschen mit dementiellen Veränderungen und ihren Angehörigen erreicht werden. Ziel der beiden Kooperationspartner für das Jahr 2015 war es, dieses Schulungsangebot an möglichst vielen Orten im Land anzubieten. Dazu werden qualifizierte Multiplikatoren, die als Schulungsleiter die Schulung im Namen der Alzheimer Gesellschaft Landesverband M-V anbieten, gesucht.

Hier finden Sie in Kürze unsere Schulungstermine für 2017

Stammtisch

Eine Unterstützung zum Erhalt und zum Ausleben sozialer Aktivität trotz Gedächtnisbeschwerden bietet unser „Stammtisch“. Hier treffen sich Personen mit veränderter Gedächtnisleistung jeden dritten Donnerstag im Monat und verbringen 2 Stunden miteinander. Die unterschiedlichen Unternehmungen werden gemeinsam gewählt und individuell nach Interessenslage, Wünschen und Leistungsfähigkeit der Teilnehmer gestaltet.

 

In dieser Gruppe muss man sich nicht erklären, alle Teilnehmer haben Gedächtnisveränderungen, so dass frei über Sorgen und Nöte gesprochen werden kann. So dient die Gruppe auch dem Knüpfen von Kontakten und dem Austausch, so dass ein mit- und voneinander lernen vielleicht hilft, den Alltag mit einer veränderten Gedächtnisleistung selbstbestimmt und optimaler zu gestalten.

 

Die Gruppe wird von Sabine Schwarz unter Mithilfe der Neuropsychologin Elisabeth Kasper geleitet. Bei der An- und Abfahrt zu und von den jeweiligen Treffpunkten ist die Gruppe natürlich häufig auf die Mithilfe der Angehörigen angewiesen, die die Teilnehmer bringen bzw. abholen sollten.

 

 

Entlastungsgruppe

Hintergrund und Ziele

Mit dem Hintergrund, dass pflegende Angehörige von dementiell erkrankten Menschen ein erhöhtes Risiko haben, selbst physisch oder psychisch zu erkranken, wird untersucht, ob ein zeitlich kompaktes, niederschwelliges Hilfsangebot die Belastung des Angehörigen vermindern kann und somit dazu beiträgt, dass der Alltag besser gemeistert wird. Der Schwerpunkt des Projektes liegt in der individualisierten Problemlösung oder der Psychoedukation bezogen auf die Veränderungen aufgrund der Erkrankung des zu pflegenden Angehörigen. Langfristiges Ziel ist die Integration einer solchen Maßnahme in die zukünftige Regelversorgung von Patienten mit Demenzerkrankungen und deren Angehörige.

 

 

 

Übersicht

Die Entlastungsgruppe ist ein spezielles Gesprächsprogramm für pflegende Angehörige von dementiell erkrankten Menschen.

 

Ablauf der Studie

Die 12 wöchentlichen Treffen dauern etwa 1 ½ bis 2 Stunden und haben Themen wie das Akzeptieren der eigenen Grenzen, den Umgang mit Emotionen oder die Nutzung der eigenen Ressourcen zum Inhalt. Eine Gruppe von 10 Teilnehmern ist im Moment aktiv, eine weiterer ist Anfang des nächsten Jahres geplant.

 

 

Die nächste Gruppe beginnt: März 2015

Ansprechpartner

Dipl. Biol. Christin Korp

Studienassistentin

+49 (0) 381 / 494 9475