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Studien

SAMi

Titel: Sensorbasierter persönlicher Aktivitätsmanagementassistent für die individualisierte stationäre Betreuung von Menschen mit Demenz

Sub-Projekt des Universitätsmedizin Rostock: Bedarfsanalyse und Interventionsszenarien - Klinische Betreuung bei Entwicklung einer technischen Assistenz (SAMI-KBEA)

Projektübersicht

Projektzeitraum

30.11.2015 – 31.07.2019

Projektleiter

Prof. Dr. Stefan Teipel

Projektmitarbeiter

Dr. Doreen Görß

Projektart

Verbundprojekt

Projektförderung

drittmittelgefördert

Mittelgeber

Europäische Union (EFRE), Operationelles Programm Mecklenburg-Vorpommern

Förderkennzeichen

TBI-V-1-101-VBW-035

Hintergrund

Auch Menschen mit Demenz können an sozialen Aktivitäten teilnehmen und sich sinnvoll betätigen. Allerdings sind sie allein häufig nicht mehr in der Lage, solche Aktivitäten auszuwählen und deren Umsetzung konsequent zu verfolgen. In Folge der Erkrankung unterbleiben Handlungen (z.B. Patienten erscheinen nicht zu vereinbarten Therapieterminen) oder Handlungen werden in ungeeigneten Situationen ausgelöst (der Patient zeigt Entweichungstendenzen oder nächtlichen Bewegungsdrang). Insbesondere die räumliche Orientierung kann eine Herausforderung darstellen. Dieser Verlust an Steuerungs- und Orientierungsfähigkeit ist belastend für den Betroffenen als auch die Betreuer. Gerade in der stationären Versorgung (im Krankenhaus oder Pflegeheim) ist es schwierig, situationsgerecht und individuell auf die Bedürfnisse des Betroffenen einzugehen.

Ziel des Projektes

Eine zentrale Maßnahme zur Unterstützung von Menschen mit Demenz ist das Aufstellen eines Tagesplans, um möglichst explizite und leicht nachvollziehbare Strukturen anzubieten. Externe Hinweisreize, die sinnvolle Handlungen auslösen, sind ebenfalls zweckdienliche Lösungsansätze. Bisher müssen diese Planungsmaßnahmen und insbesondere die Handlungstrigger durch betreuende Angehörige bzw. im Krankenhaus oder Pflegeheim durch Pflegekräfte realisiert werden. Das SAMI-System soll hierfür eine technische Lösung bereitstellen, die die Aktivitätsplanung durch objektive Informationen über das Aktivitätsprofil erleichtert und insbesondere die situationsgesteuerte Triggerfunktion übernimmt. Dies erhöht die Selbständigkeit und Selbstwirksamkeit von Menschen mit Demenz und entlastet die Betreuenden und Pflegenden.

Ansprechpartner

Dr. med. Doreen Görß
Ärztin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin

+49 (0) 381 494 9477
+49 (0) 381 494 9472
doreen.goerss{bei}med.uni-rostock.de

 

Kooperationspartner

BASIS Computer- & Systemintegration GmbH
Stolle Sanitätshaus GmbH & Co. KG
Universität Rostock, Fakultät für Informatik und Elektrotechnik
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE)
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD

 

Anwendungspartner

Krankenhaus Bad Doberan GmbH
Diakoniewerk Neues Ufer gGmbH

 

 

DeSo-App-AD

Titel: Methodenstudie zur Entwicklung einer Softwareanwendung zur Sprachanalyse

Studienlaufzeit

01.08.2019 – 31.08.2022

Leiter der Studie in Deutschland

Prof. Dr. med. Lutz Frölich, Mannheim

Studienleiter vor Ort

Prof. Dr. med. Stefan Teipel

Studienkoordinatorin

Henrike Pfaff

Mittelgeber

Alcedis GmbH, Deutschland

Hintergrund und Ziele

Die bekanntesten Symptome der Alzheimer Erkrankung sind Störungen der Merkfähigkeit und Gedächtnisverlust (sog. kognitive Einschränkungen). Es gibt aber auch sehr frühe Zeichen, die auf diese Erkrankung hindeuten können. Dazu gehören bestimmte Sprachmuster und Einschränkungen im Sprachgebrauch, die für die Alzheimer Erkrankung hinweisend sind.

In dieser Studie soll geprüft werden, ob durch eine computergestütze Sprachuntersuchung die Entdeckung der Alzheimer-Krankheit möglich ist

Übersicht

In dieser Studie werden Patienten ab 55 Jahre mit Alzheimer Erkrankung und Probanden ohne Alzheimer Erkrankung über einen Tablet-Computer einfache sprachliche Aufgaben gestellt. Der Computer nimmt die Antworten auf und übermittelt sie verschlüsselt und ohne Nennung des Namens in eine Datenbank. Eine Datenbank ist ein System zur elektronischen Datenverwaltung um große Datenmengen zu speichern und um sie für Analysen bereitzustellen. Dort werden die Sprachproben dann analysiert und geprüft, ob sich ein unterschiedliches Sprachmuster in den untersuchten Gruppen erkennen lässt.

Ablauf der Studie

Die Teilnahme an dieser Studie ist mit einem einzigen Besuch am Studienzentrum verbunden, bei welchem Fragen zum Gesundheitszustand und, falls zutreffend, zur Erkrankung gestellt und der Umgang mit dem Tablet-Computer und der Ablauf des Tests erklärt werden. Anschließend wird der Sprachtest am Computer durchgeführt. Danach ist die Studie beendet.

Ansprechpartnerin

Henrike Pfaff
Studienkoordinatorin
Tel. +49 (0) 381 494 4767
Fax  +49 (0) 381 494 9472
Henrike.pfaff{bei}med.uni-rostock.de

EU201

Eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebo kontrollierte Studie der Phase 2 in parallelen Gruppen zur Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit von T-817MA bei Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung oder leichtgradiger Demenz bei Alzheimer-Krankheit.

Studienlaufzeit

18.11.2019 – 31.12.2024

Leiter der Gesamtstudie

Prof. Dr. Philip Scheltens, Alzheimer Zentrum der Universität Amsterdam, NL

Studienleiter vor Ort

Dr. Ingo Kilimann

Studienkoordinatorin

Henrike Pfaff

Mittelgeber

FUJIFILM Toyama Chemical Co. Ltd., JAPAN

CRO: Julius Clinical, NL

Hintergrund und Ziele

Mit der EU201-Studie soll die Sicherheit, Verträglichkeit und mögliche Wirksamkeit von Mehrfachdosen des neuen Medikaments T-817MA im Vergleich zu Placebo (Tabletten ohne Wirkstoff) getestet werden. Mögliche Teilnehmer müssen eine leichte kognitive Beeinträchtigung oder eine leichtgradige Demenz bei Alzheimer-Krankheit aufweisen. Sie dürfen bereits vorbehandelt sein. Das Mindestalter für eine Studienteilnahme beträgt 50 Jahre.

Übersicht

Es ist geplant, 200 Patienten europaweit in diese Studie einzuschließen. Auftraggeber (Sponsor) der Studie ist FUJIFILM Toyama Chemical Co., Ltd. Es entstehen Ihnen keine Kosten durch eine Studienteilnahme. Patienten, bei denen eine leichte kognitive Beeinträchtigung oder eine leichtgradige Demenz bei Alzheimer-Krankheit diagnostiziert wurde, werden gründlich auf die Eignung zu Studienteilnahme untersucht.

Ablauf der Studie

Im Rahmen der Studie sind ca. 10 Besuchstermine in der Klinik geplant, die Dauer der Studienteilnahme beträgt insgesamt ca. 18 Monate. Bei den jeweiligen Studienvisiten sind sowohl Gedächtnistests als auch ärztliche Untersuchungen, wie Blut- und Liquoruntersuchungen, EKG-, EEG- und MRT-Aufnahmen vorgesehen. Studienteilnehmer nehmen täglich 2 Tabletten des Studienmedikaments T-817AM oder Placebo ein. Die mögliche Wirksamkeit der Behandlung wird unter anderem anhand neuropsychologischer Tests gemessen.

Um an der Studie teilnehmen zu können, benötigen Sie eine Begleitperson Ihrer Wahl (z. B. Ehe-/Lebenspartner, Familienmitglied, Verwandte, etc.) Die Begleitperson wird Sie bei der Studiendurchführung unterstützen und bei allen Studienbesuchen begleiten.

Ansprechpartnerin

Henrike Pfaff
Studienkoordinatorin
Tel. +49 (0) 381 494 4767
Fax  +49 (0) 381 494 9472
Henrike.pfaff{bei}med.uni-rostock.de