Studien

Verbundprojekt Gesundheitliche Langzeitfolgen von SED-Unrecht

Das Verbundprojekt "Gesundheitliche Langzeitfolgen von SED-Unrecht" ist eine Kooperation der Universitätskliniken Jena, Leipzig, Magdeburg und Rostock. Es wird für drei Jahre vom Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer aus dem Haushalt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert.

 

 

Studie "Bindung und seelische Gesundheit ehemaliger Wochenkrippenkinder"

In den Wochenkrippen der ehemaligen DDR wurden Säuglinge und Kleinkinder durchgängig von Montag bis Freitag, teilweise bis Samstag betreut und verbrachten nur das Wochenende bei der Familie. Bisher ist wenig darüber bekannt, wie es den ehemaligen Wochenkrippenkindern heute geht. Wir wissen mittlerweile, dass die Erfahrungen im frühesten Kindesalter einen großen Einfluss auf das spätere Wohlbefinden eines Menschen haben. Mit unserem Forschungsprojekt möchten wir die seelische Gesundheit und die Bindungserfahrungen ehemaliger Wochenkrippenkinder untersuchen.

Informationen und Flyer zur Teilnahme

 

 

 

SAMi

Titel: Sensorbasierter persönlicher Aktivitätsmanagementassistent für die individualisierte stationäre Betreuung von Menschen mit Demenz

Sub-Projekt des Universitätsmedizin Rostock: Bedarfsanalyse und Interventionsszenarien - Klinische Betreuung bei Entwicklung einer technischen Assistenz (SAMI-KBEA)

Projektübersicht

Projektzeitraum

30.11.2015 – 31.07.2019

Projektleiter

Prof. Dr. Stefan Teipel

Projektmitarbeiter

Dr. Doreen Görß

Projektart

Verbundprojekt

Projektförderung

drittmittelgefördert

Mittelgeber

Europäische Union (EFRE), Operationelles Programm Mecklenburg-Vorpommern

Förderkennzeichen

TBI-V-1-101-VBW-035

Hintergrund

Auch Menschen mit Demenz können an sozialen Aktivitäten teilnehmen und sich sinnvoll betätigen. Allerdings sind sie allein häufig nicht mehr in der Lage, solche Aktivitäten auszuwählen und deren Umsetzung konsequent zu verfolgen. In Folge der Erkrankung unterbleiben Handlungen (z.B. Patienten erscheinen nicht zu vereinbarten Therapieterminen) oder Handlungen werden in ungeeigneten Situationen ausgelöst (der Patient zeigt Entweichungstendenzen oder nächtlichen Bewegungsdrang). Insbesondere die räumliche Orientierung kann eine Herausforderung darstellen. Dieser Verlust an Steuerungs- und Orientierungsfähigkeit ist belastend für den Betroffenen als auch die Betreuer. Gerade in der stationären Versorgung (im Krankenhaus oder Pflegeheim) ist es schwierig, situationsgerecht und individuell auf die Bedürfnisse des Betroffenen einzugehen.

Ziel des Projektes

Eine zentrale Maßnahme zur Unterstützung von Menschen mit Demenz ist das Aufstellen eines Tagesplans, um möglichst explizite und leicht nachvollziehbare Strukturen anzubieten. Externe Hinweisreize, die sinnvolle Handlungen auslösen, sind ebenfalls zweckdienliche Lösungsansätze. Bisher müssen diese Planungsmaßnahmen und insbesondere die Handlungstrigger durch betreuende Angehörige bzw. im Krankenhaus oder Pflegeheim durch Pflegekräfte realisiert werden. Das SAMI-System soll hierfür eine technische Lösung bereitstellen, die die Aktivitätsplanung durch objektive Informationen über das Aktivitätsprofil erleichtert und insbesondere die situationsgesteuerte Triggerfunktion übernimmt. Dies erhöht die Selbständigkeit und Selbstwirksamkeit von Menschen mit Demenz und entlastet die Betreuenden und Pflegenden.

Ansprechpartner

Dr. med. Doreen Görß
Ärztin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin

+49 (0) 381 494 9477
+49 (0) 381 494 9472
doreen.goerss{bei}med.uni-rostock.de

 

Kooperationspartner

BASIS Computer- & Systemintegration GmbH
Stolle Sanitätshaus GmbH & Co. KG
Universität Rostock, Fakultät für Informatik und Elektrotechnik
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE)
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD

 

Anwendungspartner

Krankenhaus Bad Doberan GmbH
Diakoniewerk Neues Ufer gGmbH